Wenn man sich die Rubrik „Aktuelles“ unserer Stiftung ansieht, könnte man meinen, wir wären schon Ende Oktober in Winterschlaf gefallen – aber: weit gefehlt!

Unsere Sendepause hatte zwei Gründe:

Um ehrlich zu sein, ist die Zeit ab Ende Oktober bis Mitte Januar seit dem Tod unseres Sohnes eine schwierige Zeit: Die Dunkelheit, die Herbst und Winter naturgemäß mit sich bringen, prägt den Alltag. 

Das grundsätzlich so besondere Jahr 2020 hat es uns zugegebener Maßen diesbezüglich leicht gemacht – an so viele sonnige Spät-Herbsttage kann ich mich in der Vergangenheit kaum erinnern! Und doch: diese Zeit stellt einen vor außergewöhnliche Herausforderungen. 

Während schon nach ein paar wenigen Jahren kaum noch jemand im sozialen Umfeld an den Verlust denkt, den man als Eltern oder Geschwister erlitten hat, muss man in unseren Breitengraden den „Feiertag“ Allerheiligen über sich ergehen lassen. (Oder eben auch nicht ?!?) Als neu verwaiste Familie in ländlichen Regionen fühlt man sich bei der traditionellen Gräbersegnung oft ausgestellt wie ein Unikum der Gemeinschaft. Einen sehr nachdenklichen – und wie ich finde, passenden – Einblick in die Gefühlswelt der „Hinterbliebenen“ bietet hier der Beitrag von Katrin Biber auf ihrem Blog (klicken Sie hier zur Weiterleitung). 

Auch wir sind hier keine Ausnahme und wir benötigen um Allerheiligen und die folgende Adventszeit, die für die Allermeisten eine Zeit des innerfamiliären freudigen Hinfieberns auf das Weihnachtsfest darstellt, die eine oder andere zusätzliche Auszeit.

Dabei wollen wir bei aller Arbeit authentisch bleiben – für uns selbst, aber auch für diejenigen, für die wir da sind. Wir wollen keine Stiftungsverteter sein, die, völlig losgelöst vom eigentlichen Stiftungszweck, ständig gute Laune verbreiten, um möglichst eine breite Akzeptanz in der Gesellschaft zu erlangen. Wir wollen auch in Zukunft die Dinge „beim Namen nennen“. 

Wir waren aber nicht völlig untätig!

Wir haben die Franz-Schubert-Stiftung in den letzten Wochen um ein gutes Stück vorwärts entwickelt:

Nach der Abklärung vieler rechtlicher Rahmenbedingungen und dem Aufbau der im Hintergrund notwendigen Administration, haben wir uns um die Gestaltung der Briefausstattung und eines Faltblatts bemüht. Dies klingt im ersten Moment vielleicht unspektakulär – ist aber essentiell, um die Stiftung sowohl bei den betroffenen Familien als auch bei potentiellen Spendern bekannt zu machen und sämtlichen rechtlichen Auflagen gerecht zu werden.

Am wichtigsten ist uns allerdings, dass wir uns ENDLICH bei allen schriftlich bedanken können, die uns bereits in den letzten Monaten so viel Vertrauen entgegen gebracht haben und uns auf unserem Weg unterstützen!

An alle, die sich angesprochen fühlen, vorab hier ein HERZLICHES DANKESCHÖN!